Allgemeine Hinweise

Allgemeine Hinweise zur Handhabung von SimBo® – Latices

SimBo® - Latices sind so stabilisiert, dass eine Lagerbeständigkeit von mehreren Monaten gewährleistet ist. Es empfiehlt sich, angebrochene Fässer nach Latexentnahme wieder fest zu verschließen, um eine Hautbildung zu vermeiden. Auch im Lagertank sollte kein häufiger Luftwechsel stattfinden. Bei frostempfindlichen Typen darf die Temperatur während des Transport und Lagerung den Gefrierpunkt nicht unterschreiten; wegen starker Viskositätszunahme des Latex bei niedrigen Temperaturen empfiehlt es sich, die Lagertemperatur nicht unter +4°C abfallen zu lassen. Ebenso sind Lagertemperaturen über +35°C über längere Zeit zu vermeiden.

SimBo® - Latices werden am besten mittels Druckluft gefördert. Falls gepumpt werden muss, haben sich Mohno - Pumpen gut bewährt. Um eine möglichst geringe Beanspruchung des Latex zu gewährleisten, sollten die Pumpen so dimensioniert sein, dass sie optimale Förderungsleistung bei möglichst niedriger Tourenzahl bringen. Am besten geeignet als Rohrleitungsmaterial ist Polyäthylen, nichtrostender Stahl oder auch Glas. Der Durchmesser der Rohre sollte mindestens NW 80 betragen, bei Durchsatz großer Latexmengen ist NW 100 vorzuziehen. Die Rohrleitungen sind so zu verlegen, dass möglichst wenig Krümmungen zu gegeben sind. Es hat sich als sehr vorteilhaft erwiesen, bei notwendigen Krümmungen T-Stücke mit Blindverflanschungen zu verwenden. Wichtig ist es, in den Rohrleitungen das Antrocknen des Latex zu vermeiden; dies geschieht am besten dadurch, dass in den Leitungen Latex oder verdünnte Seifenlösung stehen bleibt, die auch als Spülflüssigkeit gut geeignet ist. Als Absperrorgane haben sich Membranventile mit emailliertem Gehäuse und teflonbeschichteter Gummimembrane auf der Produktseite gut bewährt. Geeignet sind ebenso Absperrklappen aus nichtrostendem Stahl.

SimBo® - Latices können im Prinzip in allen Gefäßen gelagert werden, deren Innenmaterial beständig ist gegen Wasser, verdünntes Alkali und verdünnte Säuren. Diese Anforderungen gelten auch für alle Auskleidungen. SimBo® - Latices werden im Tank - LKW, im Container oder in 150 l Spannringfässern geliefert. Sie sind kein Gefahrengut im Sinne des Verkehrsrechtes.

Butadien - Copolymerisate sind empfindlich gegenüber Kupfer und Maganionen. Der direkte Kontakt mit diesen Metallen sollte vermieden werden. Auch bei der Verwendung von Füll- und Farbstoffen ist darauf zu achten, dass sie so geringe Mengen an Kupfer und Mangan enthalten, dass die Alterung nicht beeinträchtigt wird. Die SimBo® - Latices erfüllen die Bedingungen des Chemikaliengesetzes der Bundesrepublik Deutschland vom 16.09.1980 gemäß der 6. Änderung der EG- Richtlinien (79/831/EWG) über gefährliche Arbeitsstoffe.

Die SimBo® - Latices fallen nicht unter die Gefahrstoffverordnung vom 01.10.1986 und sind nicht kennzeichnungspflichtig. Die vorstehenden Angaben basieren auf den Ergebnissen sorgfältig durchgeführter Versuche. Die Kenndaten der Latices sind typische Ausfallwerte. Da Transport und Verarbeitung der Latices im wesentlichen außerhalb unserer Kontrolle erfolgt, kann keine Gewähr für die Verarbeitbarkeit in den einzelnen Betrieben übernommen werden, ebenso wenig dafür, dass die Verarbeitung nicht gegen Schutzrechte Dritter verstößt

Lagern und Fördern von SimBo® Kunststoffdispersionen

Allgemeines

Die Kunststoffdispersion der SimBo® Bautechnik sind wässrige Dispersion von Copolymeren auf Basis von Butadien / Styrol oder Butadien / Acrylnitril und stellen keine gefährlichen Arbeitsstoffe im Sinne der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) in der Fassung vom 16.12.1987 dar. Die Dispersion sind anionisch und / oder nichtionisch stabilisiert und erfüllen die von der Kommission zur Bewertung wassergefährdender Stoffe (KBnS) angegebenen Kriterien für Polydispersionen der Wassergefährdungsklasse (WKG) 1, d. h. sie sind als schwach wassergefährdend eingestuft.

Lagerbedingungen

Die Tanks und Rohrleitungen müssen so installiert sein, dass die Kunststoffdispersion weder durch Frosteinwirkung noch durch Hitzebeanspruchung geschädigt werden. Die Lagertemperaturen sollen + 4°C nicht unterschreiten und nicht über 35°C ansteigen. Die Dispersion der Butadien-Copolymerisate sind empfindlich gegenüber Kupfer- und Manganionen. Der direkte Kontakt mit diesen Metallen und ihren Legierungen ist zu vermeiden. Lagerdauer: Je nach Produkt variiert die maximale Haltbarkeit. Hierzu verweisen wir auf die speziellen SimBo® Produktmerkblätter und Technischen Informationen

Fördern

Ist eine Förderung der Kunststoffdispersion vorgesehen, geschieht sie am besten mittels Druckluft. Falls gepumpt werden muss, haben sich Mohnopumpen, Kreiskolbenpumpen oder Membranpumpen bewährt. Um eine möglichst geringe mechanische Beanspruchung der Dispersion zu gewährleisten, sollen die Pumpen so dimensioniert sein, dass sie eine optimale Förderung bei möglichst niedriger Tourenzahl gewährleisten.

BOPLAN HD

Allgemeine Beschreibung

BOPLAN HD ist eine wässrige, nichtionisch stabilisierte, verseifungsbeständige Dispersion eines carboxylierten Styrol - Butadien - Copolymeren. Die Dispersion ist froststabil. Sie enthält Alterungsschutzmittel und ist wirksam entschäumt.

Anwendung

BOPLAN HD...
  1. ist mit den meisten hydraulischen Bindemitteln gut verträglich. Die Dispersion ist frei von Weichmachern und anderen migrationsfähigen Additiven.
  2. kommt in allen für die Baudispersion üblichen Anwendungen zum Einsatz. Auch bei höheren Arbeitstemperaturen
    (> 25°C) wird durch Zusatz von
  3. zu Mörtelmassen ein zu schnelles Ansteifen der Mörtel verhindert.
  4. hat sich besonders bewährt als Zusatz zu Industrieböden, Mörtelmassen, Spritzbewurf, Haftbrücken, zementhaltigen Klebern und mineralischen Dichtschlämmen. Durch Zugabe dieser Dispersion erhält man eine schnellere Abbindung des Mörtels.

Lagerung und Handhabung

BOPLAN HD sollte frostfrei und kühl, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, bei Temperaturen zwischen + 5°C und + 35°C in geschlossenen Gefäßen gelagert werden. Detaillierte Informationen sind auf Anfrage erhältlich. Umwelt- und sicherheitsrelevante Angaben können dem Sicherheitsdatenblatt entnommen werden. BOPLAN HD fällt nicht unter die Gefahrstoffverordnung und ist nicht kennzeichnungspflichtig.

Zulassung nach dem Wasserhaushaltsgesetz §19 VV VAwS und der DAfStb-Richtlinie

Nachweis der Dichtigkeit eines BOPLAN HD fugenlosen kunstharzgebundenen dünnschichtigen Industriebodens nach der Richtlinie für „Betonbau beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“.

Wie die Untersuchungsergebnisse zeigen, muss der untersuchte BOPLAN HD Kunststoffmodifizierte Industrieboden in einem ungerissenen Bereich

  1. eine Plattendicke von ≥ 6 mm

besitzen, um bei einer Beaufschlagung mit Dieselkraftstoff, Benzin, Motoröl, Bremsflüssigkeit oder Wasser gemäß der VV VAwS und der DAfStb-Richtlinie für „Betonbau beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“ als dicht eingestuft zu werden, zeigen. Dieses wurde mit dem Prüfzeugnis vom ZLB. Institut für Baustoffprüfungen Dr.-Ing. Struth GmbH erfüllt.

Beständigkeitstabelle BOPLAN HD Industrieboden

Prüfmedium

Aceton
Apfelsaft
Äthanol, 96%tig
Bremsöle
Benzol
Bier
Blut
Cola Getränke
Cyclohexamal
Cycloathylenketon
Frostschutzmittel
Ethanol, 96%ig
Hydrauliköle
Heisswasser 80°C
Kakaobutter
Kresol
Lecithin
Methyathylenketon
Milch
Monoäthylenglykol
Natriumhydroxid, 5%tig
Öle u. Fette mineral. Ursprungs
Öle u. Fette pflanzl. Ursprungs
Öle u. Fette tierischen Ursprungs
Ölsäure
Olivenöl
Orangesaft
Phenol
Reinigungsmittellösung 5%tig
Salzsäure, 6%tig
Salzwasser
Tallöl
Testbezin
Toluol
Tri- u. Perchlorethylen
Wasser (Leitungswasser)
Wein
Xylol
Zitronensaft
Zuckerlösung, 10%tig

beständig




X

X
X




X
X
X
X

X

X
X
X
X
X
X
X
X
X

X

X
X
X


X
X


X

nicht beständig

X
X
X

X


X
X
X
X




X

X









X

X



X
X


X
X

Hinweis

bei den Ölen und Fetten gilt die Beständigkeit für reine, unmodifizierte Produkte. Bei den in der Industrie im allgemeinen angewendeten modifizierten Öl- und Fettprodukten z.B. Bohr-, Schneid- und Stanzöle, Bohremulsionen und dergleichen sind gesonderte, spezielle Beständigkeitsprüfungen erforderlich. Die Beständigkeit gegen bestimmte Medien ist abhängig von deren Konzentration und Einwirkdauer. Kurzfristig ist der Boden auch beständig gegen Säuren. Generell ist zu sagen, dass relativ frisch verlegter Boden empfindlicher ist als schon längere Zeit verlegter Boden. Reichen die Beständigkeiten dieser Systeme nicht aus, empfehlen wir unser Beschichtungsprogramm. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung.